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Thema: Weihnachts- und Neujahrswünsche 2009
Richard Ebert  Am: 21.12.2009 10:21:41 Gelesen: 2200# 1 @  
Wenn der Schwache dem Starken die Schwäche vergibt,
wenn der Starke die Kräfte des Schwachen liebt,
wenn der Habewas mit dem Habenichts teilt,
wenn der Laute bei dem Stummen verweilt
und begreift, was der Stumme ihm sagen will,
Wenn das Leise laut wird und das Laute still,
wenn das Bedeutungsvolle bedeutungslos,
das scheinbar Unwichtige, wichtig und groß,
wenn mitten im Dunkel ein winziges Licht
Geborgenheit, helles Leben verspricht,
und du zögerst nicht, sondern du
gehst, so wie du bist darauf zu,
dann - ja dann,
dann fängt Weihnachten an !

Mit dem Weihnachtsgruß verbinden wir unseren herzlichen Dank an alle Autoren und Leser, an unsere Freunde und Geschäftspartner für die angenehme Zusammenarbeit.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Lieben ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesundes, zufriedenes Neues Jahr 2010.

Das Team der Richard Ebert AG

Brigitte Ammon · Richard Ebert · Christoph Hofmann · Heiko Weber



 
benedikt54  Am: 21.12.2009 10:25:24 Gelesen: 2195# 2 @  
@ Richard Ebert [#1]

Gleichfalls die besten Wünsche an alle im Forum.
 
scorpion260  Am: 21.12.2009 11:32:11 Gelesen: 2178# 3 @  
#Danke, ebenfalls.
 
Paljusevic, Franjo  Am: 21.12.2009 11:36:48 Gelesen: 2175# 4 @  
Vielen Dank.

Auch ich möchte allen Lesern und Mitgliedern geruhsame Feiertage und ein erfolgreiches neues Jahr wünschen.
 
gautama2  Am: 21.12.2009 22:13:27 Gelesen: 2131# 5 @  
Allen ein frohes Fest und lasst euch nicht stressen :)
 
pullPUSH  Am: 22.12.2009 21:41:11 Gelesen: 2095# 6 @  
@ gautama2 [#5]

Schliesse mich gerne an - wünsche allen Lesern und besonders den Schreibern schöne Festtage und ein gesundes und glückliches Jahr 2010.

Grüße pullPUSH
 
Kobban  Am: 27.12.2009 10:20:16 Gelesen: 1997# 7 @  
Gedanken zwischen den Jahren

von Dr. Jacobius N.

Das Weihnachtsfest ist nun endlich vorbei und bloß der Jahreswechsel
steht noch an. Wie die Zeit doch dahinrennt, schon wieder ist
eine dicke Dekade vorbei. Vor zehn Jahren noch rechnete man fest
mit dem Millenium-Weltuntergang zur Jahrtausendwende, seitdem
hat man jedoch Ersatz in der Klimakatastrophe gefunden. Nun
zum Feste zeigt uns die Realität wieder ein Gegenteil.

Die wirklichen Katastrophen liegen woanders, sie sind mit
blossem Auge kaum zu sehen, sind nicht das Grosse und Spekta-
kuläre, sondern vielmehr im Kleinen verborgen. Die Anstren-
gungen, unser Rundrum-Bequem-System zu halten, werden langsam
untragbar. Die Neuverschuldung des Staates verdoppelt sich im
kommenden Jahr und die absoluten Schulden liegen schon seit
Langem jenseits des Vorstellbaren.

Bereits heute wird jeder dritte erwirtschaftete Euro den Fi-
nanzierungs- und Umverteilungsregelungen des Sozialsystems
zugeführt. In der mittleren Pflegestufe kostet ein Platz in
einem Pflegeheim etwa 3.300 Euro. Die Pflegeversicherung
steuert dazu knapp 1.500 Euro zu. Die Unterdeckung von 1.800
Euro im Monat ist selbst zu tragen. Wenn wir demnächst alle
100 Jahre alt werden und dafür zwanzig Jahre im Heim
verbringen, benötigt man dazu ein Vermögen von über
400.000 Euro. Die Hälfte der Deutschen besitzen indes kei-
nerlei Vermögen. Hier liegt die Katastrophe, und sie ist
unabhängig von der Aussentemperatur.

Bei anderen ist das Geld in Immobilien gebunden. Oder in Ge-
ländewagen verpulvert. Aber das Weihnachtsgeschäft ist her-
vorragend gelaufen. Und wenn das Weihnachtsgeschäft gut
läuft, dann geht es auch der Wirtschaft gut; sagt man. Wir
sollen also konsumieren und nicht sparen, sagt man. Doch wir
sind wie Wechselbetrüger, die jeden fälligen Wechsel mit
einem höheren und länger laufenderen Wechsel ersetzen. Und
sterblich scheinen wir ebenfalls nicht zu sein. Reflektiert
heute nicht sogar schon die Fernsehwerbung, dass wir über
die Dauer unseres Schicksals verhandeln können? Der kleine
Mensch wird plötzlich übermütig. Nach vorne zu schauen ist
verboten, dann jedoch funktioniert unsere Welt wunderbar und
reibungslos. Das einzig sichere im Leben scheint der kleine
Hunger zwischendurch zu sein.

Das Leben hat sich stark verändert, im Grunde genommen leben
wir in einem andauernden Jetzt. Wir leben nicht mehr in der
Zeit. Wir essen nicht mehr die der Jahreszeit entsprechenden
Produkte und bezahlen für den Euro, den wir uns heute borgen,
keinen Aufschlag mehr gegenüber dem Euro, der uns erst
morgen zufliessen würde. Warum also nicht wirklich alles
sofort haben? Nur los! Dann brummt die Wirtschaft, und die
Aktionäre freuen sich.

Bereits im Juli 1916 schrieb der damals noch unbekannte
Philosoph Ludwig Wittgenstein an vorderster Front in den
Schützengräben des I. Weltkrieges in sein Tagebuch: "Nur
wer nicht in der Zeit, sondern in der Gegenwart lebt, ist
glücklich. Um glücklich zu sein, muss ich in Übereinstim-
mung sein mit der Welt ... Die Furcht vor dem Tode ist das
beste Zeichen eines falschen, das heisst schlechten Lebens."
Vielleicht haben Wirtschaft und Philosophie doch mehr mit-
einander zu tun als wir alle ahnen ...

... man muß die Realität dem Ideal anpassen, doch natürlich
nicht dieses jener.
 
select  Am: 27.12.2009 19:18:19 Gelesen: 1980# 8 @  
@ Kobban [#7]

Bekommst Du Geld, für das Verlinken seiner Beiträge? Früher hast Du selbst geschrieben, aber heute kopierst Du fast nur noch Niquet ins Forum:-)
 
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