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| Der Explorer |
Der Explorer™
ist ein gigantisches Analyse Hilfsmittel, mit dem bis zu 12.000 Aktien
nach vordefinierten Bedingungen (Exploration) gleichzeitig gescannt werden
können. Mit dem Explorer™ können Wertpapiere
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| Die Ergebnisse können als Datei gespeichert oder zur weiteren Analyse direkt in andere Analyse Programme (z.B. Excel) exportiert werden, zudem können die Charts der so erhaltenen Wertpapiere direkt angezeigt werden. |
| Unter MetaStock 7.2 ist es erstmals möglich, mit einem Setup mehrere Explorations gleichzeitig zu starten, die Ergebnisse können dann im Nachhinein einzeln betrachtet werden. |
| Ausführliches Beispiel (aus der Vergangenheit) |
| Als erstes nehmen wir an, Sie sind ein Fan des MACD und wollen täglich wissen, welche Aktien des NEMAX All Share ein Kaufsignal gegeben haben. Dazu muss im Explorer eigentlich nur eine Filterfunktion eingegeben werden. In Abb. 1 sehen Sie diese Filterfunktion. Ein Kaufsignal im MACD entsteht dann, wenn der MACD über seinen Durchschnitt steigt. Somit lautet die einzugebende Formel im Filter: Zeige mir die Aktie, wenn der MACD gestern unter seinem Durchschnitt und heute darüber notierte. |
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| In Abb. 2 sehen Sie nun das Ergebnis dieser Exploration. In dem Fenster stehen nur diejenigen Aktien, bei denen der MACD im Vergleich zu gestern heute ein Kaufsignal generiert hat. Von den über 700 Aktien, die diese Exploration durchlaufen haben, ist dies gerade mal eine Handvoll. |
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| In den Spalten, die neben den Aktiennamen stehen, stehen der Wert des MACD, der Wert des Durchschnittes des MACD, und schließlich der MACD von gestern. Durch die Vorzeichen kann man also direkt erkennen, in welchem Bereich – also ober- oder unterhalb – der Nulllinie generiert wurde. Betrachten wir das Ergebnis in Abb. 3. Wir haben hier den zweiten Wert der Tabelle ausgewählt, W.E.T. Automotive Systems. Der Chart lässt erkennen, dass hier ein Ausbruch auf durchaus ermäßigtem Niveau bevorstehen könnte. Hätte man diesen Wert von Hand heraussuchen müssen, stellt sich die Frage, ob man im Alphabet überhaupt bis zu dem Buchstaben W gekommen wäre. Nach und nach lässt sich eine Watchlist erstellen, die möglicherweise interessante Trading- oder Investmentsituationen aufzeigt. |
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| Wir
gehen nun einen Schritt weiter und grenzen das Kriterium weiter ein. Wir
wollen nur noch Werte angezeigt bekommen, die erstens ein Kaufsignal im
MACD generiert haben, zweitens aber auch ein Momentum haben, das über der
100er Linie liegt. Hierzu müssen wir nur den Filter um den Zusatz AND MO(12)
> 100 erweitern. Die Auswahl der Aktien, die beide Kriterien erfüllen,
schränkt sich dann auf nur noch sieben Aktien von all den am Neuen Markt
vertretenen Aktien ein. Bedenkt man, dass der Neue Markt in den letzten Monaten rund ein Drittel seines Wertes eingebüßt hat, ist es doch erstaunlich, dass es dennoch Werte gibt, die in einem solchen Marktumfeld Tendenzen nach oben zeigen. Und bedenkt man, dass der Markt sicherlich wieder einmal nach oben drehen wird, hat man sich hier vielleicht schon die Stars der nächsten Hausse zurechtgelegt. Der Chart in Abb. 3 zeigt die Aktie der W.E.T. Automative Systems. Hier ist die technische Situation unschwer zu erkennen. Die Indikatoren MACD und Momentum haben sich auf Kauf gestellt, die Aktie hat einen Absturz und eine monatelang andauernde Bodenbildung hinter sich. Nun ist der Ausbruch aus dem kurzfristigen Abwärtstrend zu erkennen. Das Grundprinzip des Exploreres dürfte damit klar geworden sein, es gibt jedoch noch weitere Möglichkeiten. Und auf eine Möglichkeit, die vor allem Verwaltern gefallen wird, wollen wir im folgenden eingehen. Das Prinzip ähnelt im Grundsatz der Relative Stärke. Interessant hierbei ist jedoch die weitere Umsetzung. Wir benutzen für unsere Ausführungen den Relative Stärke Index RSI. Grundsätzlich handelt dieses System nur auf Wochenschlussbasis. Die Berechnung erfolgt auf Basis des letzten Kurses am Freitag, die Trades werden am Montag per Markteröffnung durchgeführt. RSI-Ranking Wir erstellen nun eine Rangliste der Aktien des Euro Stoxx 50, die auf den Werten des RSI basiert. Zunächst muss also im Explorer in der Spalte A der Term RSI(14) eingegeben werden. Nach der Exploration und der Sortierung der Werte nach einem aufsteigenden RSI erhalten Sie die Liste in Abb. 4. Wir haben diese Liste, um sie vollständig darstellen zu können, in ein Tabellenkalkulationsprogramm kopiert. Die Zahlen daneben zeige dann die Rangfolge der Werte, wobei oben der stärkste und unten der schwächste Wert steht. Alleine aus dieser Liste lässt sich so einiges ablesen. |
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| Betrachten
wir zunächst die absoluten Stände. Alle Werte liegen zwischen 70 und 30.
Daraus können wir ablesen, dass die Märkte im Moment (langfristig gesehen)
weder überkauft noch überverkauft sind. In den Spalten C, D und E sind im
Übrigen die RSI-Werte vor einer, vier und acht Wochen abgebildet. Somit
ist aus der Tabelle heraus sichtbar, woher die Werte kommen. Werfen wir zunächst mal einen Blick auf das untere Ende der Tabelle. Hier befindet sich die gesamte europäische Telekommunikationsprominenz. Dagegen befinden sich oben bspw. die Versicherungen. Hier lässt sich ganz klar der Schluss ziehen, der Markt setzt im Moment mehr auf Substanz denn auf Phantasie. Im Moment lässt sich dies auch klar bestätigen, es gibt auch andere Zeiten, und dann kann man aus einem derartigen Vergleich gute Schlüsse ziehen, welche Branchen oder Länder gerade angesagt oder in Zukunft angesagt sein werden. Portfolio-UmsetzungDas ist aber nicht alles, was man mit einem solchen Ranking machen kann. Mit einem solchen Ranking lassen sich komplette Portfolios handeln. Nehmen wir an, ein Portfolio-Manager handelt einen Fonds, der ausschließlich aus den Werten des Stoxx 50 besteht. In der Regel ist das Ziel dieser Fondsmanager, eine bessere Performance zu haben als der Index selbst. Im ersten Schritt bildet er entsprechend seinem Kapital den Index nach, indem er die einzelnen Aktien entsprechend ihrer Gewichtung im Index auch in seinem Portfolio gewichtet. Und je nach Gutdünken oder Relative Stärke Modellen werden dann gewisse Aktien über und andere wiederum untergewichtet. Und genau dies lässt sich mit einem solchen Modell automatisieren. Hierzu gibt es verschiedene Ansätze, die wir grundsätzlich an dieser Stelle erläutern wollen. Es gibt ein Ranking-Modell im Devisenbereich, das von Ned Davis in den USA entwickelt wurde. Dort wurde ein Satz von Devisen mit dem Dollar-Index aus Basis eines Momentum-Rankings verglichen. Die Ergebnisse waren durchaus beeindruckend. Der Handelsansatz war, jeweils in den ersten drei Devisen long zu sein, und in den letzten drei Devisen short. Über einen Zeitraum von über 10 Jahren wurde mit diesem wirklich einfachen Ansatz eine Durchschnittsrendite von mehr als 13 % realisiert. Ein solches System kann ohne großen Aufwand beispielsweise in Excel programmiert werden. Basis hierfür ist die Rangfolge, die der Explorer von MetaStock auf Knopfdruck auswirft. Wir haben ein derartiges Modell auf den Stoxx laufen lassen und die Ergebnisse sind beeindruckend. Die durchschnittliche Outperformance lag dabei zwischen fünf und acht Prozent. Darüber würde sich so mancher Fondsmanager freuen. |
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