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| Traders Juli 2007
Wohl jedem, der sich mit Technischer Analyse beschäftigt, ist MetaStock schon über den Weg gelaufen. Als Anzeige hier, als Preisträger dort. Manche gingen daran vorbei, andere griffen beherzt zu und machten es zu dem, was es seit Jahren ist. Zum Standard in der Technischen Analyse von Kursverläufen, der von mehr als 140 000 Chartgläubigen genutzt wird. Das zeigen auch die jährlichen Auszeichnungen, die MetaStock z.B. von den Lesern des Magazins Technical Analysis from Stocks& Commodities erhält, sowie die zahlreichen Artikel unter anderem in der deutschsprachigen Presse. Und nun gibt es einen guten Grund mehr, MetaStock als Charting-Software auf dem Computer installiert zu haben: die neue Version 10.1. Diese neue Version strotzt nur so vor innerer Kraft. Nach außen hat sich wenig geändert. Nach wie vor ist das Herz von MetaStocks Leistungsfähigkeit in dem IndicatorBuilder, dem Explorer, dem ExpertAdvisor und dem Enhanced SystemTester und nicht zu vergessen im Downloader zu finden. Aber langsam. Über die neuen inneren Werte in der Version 10.1, zum Beispiel den RMO und das darauf basierende Handelssystem, wird im Laufe der nächsten Seiten zu lesen sein. Systemvoraussetzungen Fangen wir vorne an. Ganz vorne. Um MetaStock in Betrieb nehmen zu können, sind laut Hersteller folgende Voraussetzungen zu erfüllen. Das Betriebssystem des Rechners sollte wenigstens den Namen Windows 2000 oder XP tragen. Mit Microsofts „Vista“ ist es ebenfalls schon kompatibel. Darüber hinaus sollte die Festplatte über ein GB verfügen und der Computer 512 MB Arbeitsspeicher vorweisen können. In der heutigen Zeit dürfte dies jedoch kein wirkliches Hindernis sein. Für die Realtime-Version ist zum komfortablen Arbeiten zusätzlich ein DSL-Anschluß nötig. Starten der Software und Aktivierung
Wie überall startet die Installationsroutine nach Einlegen der CD automatisch. Doppelklick auf das Bullen-Icon auf dem Desktop und los. Denkste. Als erstes gilt es, die Software zu aktivieren. Hat man die Software rechtmäßig erstanden, beantwortet man die Frage, ob man nun aktivieren wolle, mit einem Klick auf „Ja“ (für Tester gilt dies nicht). Danach führt eine Routine durch den gesamten Vorgang. Am bequemsten ist es, die Aktivierungsnummer über das Internet zu erzeugen. Aber gerne helfen auch die Equis-Mitarbeiter per Telefon weiter. Wird die Software nicht aktiviert, läuft sie 30 Tage ohne Einschränkungen und lässt sich danach nicht mehr starten. So erklärt sich auch der Testzeitraum von 30 Tagen. Gibt es doch einmal Schwierigkeiten oder bestehen Unsicherheiten, kann man Equis kontaktieren. Datenversorgung Will man nicht nur mit den mitgelieferten, natürlich nicht vollständigen Datenreihen arbeiten, muss eine Kursversorgung her. Abhilfe schafft hier ReutersDataLink für die End-Of-Day Version und QuoteCenter, ebenfalls von Reuters für die Realtime-Version. Diese beiden Möglichkeiten versprechen auch die einfachste Handhabung, ist der Entwickler von MetaStock, Equis, immerhin eine Tochter von Reuters. Aber auch das Einspeisen von Kursen per eSignal und von anderen Datenanbietern ist möglich. Start Aber jetzt. Endlich kann es losgehen. Nachdem der Tipp des Tages gelesen wurde, übrigens für wirkliche Beginner eine nicht zu unterschätzende Hilfe, kann der erste Chart geöffnet werden. Chart Darstellung File Open und im „Look in“ Pull Down-Menü das richtige Verzeichnis herausgesucht, Datensatz doppelt angeklickt und es erscheint ein mehr oder weniger nackter Chart. Über das Pull-Down Menü in der oberen Symbolleiste lassen sich nun mehr als 200 Indikatoren hinzufügen. „Mit so vielen arbeite ich gar nicht“ ist an dieser Stelle die häufigste Reaktion. Deshalb hier gleich ein kleiner Tipp. Klick links neben den Pfeil des Pull-Down Menüs, QuickList Properties auswählen und bei all den Indikatoren, die nicht in der täglichen Arbeit benutzt werden, das Häkchen entfernen. Schon ist die Liste kürzer. Aber wir wollen uns nicht in „Kleinigkeiten“ verlieren, schließlich kann unser Test hier nicht in Gänze dokumentiert werden. Nur so viel. Drag & Drop und die rechte Maustaste im Chart oder auf den Leisten eröffnen stets vielfältige Möglichkeiten.
Bleiben wir noch kurz bei dem Chart und seiner Darstellung. MetaStock erlaubt es dem Anwender, den Chart auf neun verschiedene Weisen zu zeichnen. Dabei kommen die Puristen mit Linien- und Bar- und Point& Figure-Darstellung genauso auf ihre Kosten wie die Anhänger der japanischen Darstellungsformen. Candlestick, -volume, Renko, Kagi, Equivolume und ThreeLineBreak sind möglich. Die Zeitintervalle sind frei wählbar. Das wirkt sich aber in der Realtime-Version mehr aus als in der End-Of-Day-Version. Es wird halt eher mal ein Fünf-Minuten-Chart gehandelt, als ein Fünf-Wochen-Chart. Die Skalierung kann linear oder halb-logaritmisch gewählt werden. Völlig problemlos lassen sich die verschiedensten Fibonacci- und Gann-Studien einfügen. In der neuen Version 10.1 von MetaStock ist die Fibonacci Projection eingefügt worden. Dieses Tool wurde entwickelt, um nach einer Korrektur innerhalb eines Trends mögliche Widerstände (in einem Aufwärtstrend) bzw. Unterstützungen (in einem Abwärtstrend) zu identifizieren. Die Projektionen helfen beim Ausstieg aus einer entsprechenden Position bzw. bei der Platzierung der dazugehörigen Stopp-Marke. Bei der farblichen Gestaltung sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Aber natürlich macht es Sinn, die aufwärts tendierenden Kurse in Grün und die abwärts tendierenden in Rot darzustellen. Werden bei Einzelanalysen stets die gleichen Indikatoren verwendet, so kann die Konfiguration gespeichert und mit wenigen Tastenklicks jedem einzelnen Chart zugewiesen werden. Auch ganze Depots können auf dem Schirm angezeigt und als so genanntes Layout gespeichert werden. Der Explorer Wohl kaum jemand hat heutzutage die Zeit und auch die Muße, jeden Chart einzeln zu betrachten, einige Linien einzuzeichnen, Indikatoren hinzuzufügen und wieder zu verwerfen. Für den DAX 30 mag das ja noch angehen. Aber warum das Anlage-Universum derart begrenzen und sein Handeln so einschränken. Das dachten sich auch die Entwickler des Explorers. Mit seiner Hilfe lassen sich über 10 000! Werte nach vorher festgelegten Bedingungen filtern oder sortieren. So eine Bedingung könnte zum Beispiel sein: Zeige mir alle Werte mit einem RSI 14 von unter 30 an oder auch zeige mir alle Werte an, die oberhalb der 200-Tage-Durchschnittslinie notieren.
Auch die Kombination ist möglich. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Zumindest nicht von der Software. Mit wenigen Tastendrücken sind diese Bedingungen in MetaStocks eigener, leicht zu erlernender und intuitiv zu nutzender Syntax im Explorer manifestiert. Ein Tastendruck mehr und innerhalb kürzester Zeit erscheint auf dem Bildschirm die entsprechende Liste. Diese kann ohne Schwierigkeiten weiterverarbeitet werden. So ist zum Beispiel der Export in ein Excel-Sheet möglich oder auch eine weitere Exploration mit der Ergebnisliste ist vorgesehen. Damit auch derjenige sofort mit dem
Explorer arbeiten kann, der MetaStock bisher nicht kannte
und der Programmierung daher noch nicht mächtig ist,
liefert Equis 86 vorprogrammierte Explorationen gleich
mit. Um die Programmierung weiter zu vereinfachen, hat das Equis-Team
feststehende Ausdrücke bereits vorprogrammiert. Bevor man
also die Hirnwindungen heiß denkt, sollte Einblick unter
dem Button „Functions“ genommen werden. In
der neuesten Version ist die Anzahl der Spalten, in denen
Bedingungen definiert werden können, verdoppelt worden. Es stehen nunmehr zwölf Spalten für
die Entwicklung So behält man den Überblick und verläuft sich gedanklich nicht mehr so häufig in den Formeln. Die Ergebnisliste ließe sich theoretisch auch in den von Reuters extra zu buchenden ReutersPowerScreener exportieren. Hier könnten dann die explorierten Werte nochmals, nach Fundamentaldaten gescannt werden. Theoretisch deshalb, weil zum Zeitpunkt des Schreibens dieser Zeilen Reuters keine neuen Abonnenten für diesen Dienst mehr zulässt. Offenbar hat man sich in der Resonanz für dieses Produkt verschätzt und die Rechenleistung zu gering bemessen. Es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass dieser Dienst auch für neue Teilnehmer bald wieder zur Verfügung steht. Der Indicator Builder Dieses Tool ist zur Programmierung eigener Ideen gedacht. Mithilfe der MetaStock Programmiersprache können schnell eigene Indikatoren erstellt werden. So ist zum Beispiel der prozentuale Abstand eines Wertes zu seiner 200-Tage-Durchschnittslinie sehr zügig programmiert. Diese Linie ist dann, wie teilweise auch andere vorprogrammierte Indikatoren, wiederum mit Indikatoren analysierbar. Wie sinnvoll allerdings die Anwendung des RSI auf das Momentum oder ähnliches ist, sei dahingestellt. Wenn es komplexer zugehen soll, ist man gut damit beraten, zuvor unter die Schaltfläche „Functions“ zu schauen und die dort vorprogrammierten Begriffe zu nutzen. Der selbstprogrammierte Indikator erscheint nach Fertigstellung in der eingangs erwähnten Indicator Quicklist und kann von dort aus benutzt werden. Bezüglich der Programmierung ist anzumerken, dass MetaStock, wenn in der Formel zum Beispiel eine Klammer fehlt oder eine Eingabe vergessen wurde, stets meckert und den entsprechenden Fehler gleich mit anmerkt. Das ist bitte nicht so zu verstehen, dass MetaStock Gedanken lesen könnte, was diese Programmierung bewirken soll. Es werden nur mathematisch inkorrekte Formeleingaben bemerkt. Keine Denkfehler. Der Expert Advisor Um es vorweg zu nehmen: Der Expert Advisor ist ein großartiges Hilfsmittel, um vordefinierte Bedingungen im Chart zu visualisieren, ohne zum Beispiel das Chartfenster durch Einblendung eines oder mehrerer Indikatoren zu verkleinern. Es ist auch großartig bei der Verdeutlichung von Trends. Und da der Expert Advisor ständig überwacht, ob die vorgegebenen Bedingungen eingetreten oder noch gültig sind, ist er ein hervorragender Wachhund, der sofort anschlägt, wenn sich etwas ändert. So können zum Beispiel optische oder akustische Signale den Anwender darauf hinweisen, dass jetzt Handlungsbedarf besteht. Es liegt aber in der Natur der Sache, dass der Expert Advisor für diejenigen, die an einem Realtime-Datenstrom hängen, sehr viel mehr Nutzen bietet als für die End-Of-Day-Nutzer, da sich bei ihnen in der Regel nur einmal am Tag etwas verändert. Dieses Tool ist ebenfalls recht einfach zu programmieren. Natürlich mit der selben Syntax wie alle vorher beschriebenen Anwendungen auch. Dennoch sind bereits 61 Experten vorprogrammiert. Es finden sich große Namen in diesem Menü wie zum Beispiel Martin Pring, Gil Raff, Joe DiNapoli und Tushar Chande. Der Enhanced System Tester
Im Lieferumfang von MetaStock befinden sich 46 vorprogrammierte Handelssysteme. Natürlich sind in gewohnter Manier (sprich in MetaStocks eigener Programmiersprache) eigene hinzufügbar. Mit diesem Tool lassen sich Handelssysteme entwickeln, testen und optimieren. Dabei wurde bei der Entwicklung dieses Hilfsmittels Wert darauf gelegt, dass es so realitätsnah wie möglich arbeitet. Da man in der Regel nicht zum letzten Kurs handeln kann, ist zum Beispiel eine Verzögerung vorgesehen. So kann die Berechnung der Profitabilität zum Beispiel ab dem nächsten Tick oder dem nächsten Opening beginnen oder enden. Der Anwender kann beim Test zwischen fünf verschiedenen Arten von Stopps wählen. Je nachdem, welche Art seiner Strategie entspricht, ist ein Breakeven, Maximum Loss, Profit (zur Gewinnbegrenzung ;-)), Inactivity Minimum Change oder Trailing Stopp einsetzbar. Oder eine Kombination derer. Darüber hinaus können unterschiedliche Bedingungen für das Eingehen von Long oder Short Positionen und deren Exits eingegeben werden. Es können mehrere Werte mehrere Tests in einem Arbeitsgang durchlaufen. Am Besten ist dies, wenn es über Nacht initiiert wird, denn je nach vorgegebener Anzahl von zu testenden Perioden, Werten und Systemen hat der Rechner einiges zu tun. Die Auswertung nach beendetem Test ist sehr umfangreich und würde den zur Verfügung gestellten Rahmen sprengen. Aber eines sollte nicht unerwähnt bleiben. Für jeden Test ist eine Equity-Curve beigefügt, die die Volatilität der einzelnen Handelsstrategien mit dem entsprechenden Papier anzeigt. Für die Optimierung eines Handelssystems lassen sich die Parameter der einzelnen Formeln durch eine Variable ersetzen. Diese Variable sorgt dann dafür, dass zum Beispiel der RSI nicht nur mit 14 Tagen Berechnungsgrundlage getestet wird sondern zum Beispiel mit den Variablen 7 bis 21 in 3er Schritten. Auch hier ist den Möglichkeiten kaum eine Grenze gesetzt. Dennoch sollte man sich vor dem sogenannten Curvefitting (den Indikator/das Handelssystem so „hinbasteln“, dass das tollste Ergebnis herauskommt) in Acht nehmen. Die jeweiligen Entwickler der Indikatoren haben sich schon etwas dabei gedacht, wenn sie zum Beispiel beim MACD die 12, die 26 und als Trigger die 9 anwenden. Natürlich ist mit MetaStocks Flexibilität auch jede andere Kombination programmier- und testbar. Der Downloader Dieses Modul ist die eigentliche Zentrale
von MetaStock. Hier wird die Datenversorgung organisiert.
Es können Aktiensplits vorgenommen werden und die
in der Regel ellenlangen Datenreihen automatischü
berprüft werden. Aber ein sehr viel wichtigerer Punkt ist der:
Es können sogenannte Composites als Chart kreiert werden. Was
soll das nun genau bedeuten. Sehr einfach. Wenn zum Beispiel
der Composite von BAYER und BASF erzeugt wird und der
Chart anschließend aufgerufen wird (er befindet
sich in dem selben Verzeichnis wie die beiden genutzten
Werte) kann an dem Chart zum Beispiel die Out- oder Underperformance
von BASF gegen BAYER abgelesen und analysiert werden.
Auch auf diese Kurve lassen sich viele Indikatoren anwenden.
Das Gleiche gilt für den Abstand zwischen Stamm- und Vorzugsaktien,
der mit der Funktion „substract“ dargestellt werden kann.
Für die Out- bzw. Underperformance ist „Divide“ die
richtige Funktion. Aufgrund der Innovationsfreude von
Kreditinstituten, die ebensolche Produkte auf den Markt
bringen, ist dies ein wichtiges Hilfsmittel, um die Chancen
eines Investments auszuloten. Bei Brokern, die es erlauben,
in einem Papier short zu gehen, könnte
eine Bayer Longposition aufgebaut und mit einer BASF Shortposition
kombiniert werden. Als Ergebnis handelt man die Out- oder
Underperformance von BAYER zu BASF. Das Ganze lässt
sich natürlich auch mit dem DAX oder einem anderen
Index des individuellen Anlageuniversums als Divisor darstellen. Und hier jetzt ein paar Zeilen zu dem von Rahul Mohindar entwickeltes und in MetaStock 10.1 implementierten RMO (Rahul Mohindar Oszillator) sowie zu dem entsprechenden Handelssystem. Rahul Mohindar ist ein erfahrener Trader und gern gesehener Gast bei CNBC und CNN India. Für MetaStock stellt er exklusiv sein von ihm entwickelte Handelssystem ohne gesonderte Berechnung zur Verfügung. Dieser Handelsansatz hat Asien aufgrund seiner Profitabilität im Sturm erobert und tritt nun den Weg nach Europa an. Die Implementierung in MetaStock 10.1 erfolgte auf vielfältige Weise. So stehen dem Trader neben zusätzlichen Indikatoren, Explorationsroutinen, dem vorprogrammierten Expert Advisor auch ein voreingestelltes charting Layout mit allen zum Handeln nötigen Informationen zur Verfügung. Damit kann das System sofort eingesetzt werden. Bemerkenswert ist, dass dieser Handelsansatz offenbar auf jeglichem Zeitintervall profitabel anwendbar ist. Damit ist es sowohl für den längerfristig als auch für den sehr kurzfristig agierenden Trader ein fast schon genial zu nennendes Instrument, das hilft, den Tradingerfolg deutlich zu verbessern.
Zur Funktion des Handelsansatzes: Der RMO (im obigen Chart des Expert Advisors grün dargestellt) definiert, nach welcher Art Trades (Long oder Short) Ausschau gehalten wird. Wenn RMO >0 dann werden nur Longs gehandelt, ist RMO < 0 bedeutet, das es werden nur Shorts ins Depot genommen. Der Schnittpunkt der Swing Trd (direkt unter dem RMO) ermittelt das jeweilige Signal (Long oder Short) und EXIT Swing Signal (dunkelgrün) sorgt als eine Art nachziehender Stopp dafür, dass das Risiko nicht ausufert und Gewinne zumindest nicht mehr vollständig wieder drangegeben werden. Es ist also leicht erkennbar: Es handelt sich um ein vollständiges Handelssystem, das nicht nur Long oder Short kennt, sondern durchaus auch mal nicht im Markt ist, wenn das definierte Umfeld nicht stimmt. Und auch die generelle Kritik an Handelssystemen, irgendwann funktionieren sie nicht mehr weil alle danach handeln, greift ins Leere. Denn wie viele Trader von den 140 000 Nutzern dieses Systems weltweit werden exakt das gleiche Underlying mit exakt dem gleichen Zeitrahmen handeln? Und handeln alle wirklich dasselbe Papier oder doch eher ein Derivat darauf. Wem das alles nicht ausreicht oder wer sich die Programmierung sparen will, für den stehen von verschiedenen Anbietern diverse Plug Inns zur Verfügung. Eine Übersicht erhält man unter www.metastock-forum.de/plugins. Auch wenn es am Anfang nicht angekündigt war, soll an dieser Stelle auf andere Besonderheiten hingewiesen werden. Sie sind nicht kriegsentscheidend auf dem Schlachtfeld Börse, machen das Arbeiten mit MetaStock aber zum Vergnügen. MetaStock ist Microsoft Office kompatibel. Das bedeutet, der Export von Datenreihen oder Charts in Excel- und Word-Dokumente ist ohne Schwierigkeiten möglich. Die Charts werden im Word Dokument mit einfachem Doppelklick oder wenn die OLE-Verbindung noch besteht, auch automatisch aktualisiert. Darüber hinaus sind Kommentare direkt in den Chart schreibbar. Ideal für jeden Börsenbriefschreiber. Oder man tauscht einfach Charts per Email aus. Ein einziger Befehl (File send .. ) reicht aus und das auf dem Rechner definierte Standard-Mail-Programm öffnet eine leere Mail, an der der Chart dranhängt und der Betreff den Titel des Charts trägt. Und last but not least: Es gibt eine MetaStock Version speziell für realtime Forex-Händler. Sie unterscheidet sich in Nuancen von der hier besprochenen Version. So sind volumenbasierte Indikatoren nicht enthalten. Gleiches gilt für historische Daten. Sie werden wegen des Umfangs nicht mitgeliefert. Der Preis für die Forex Version liegt dafür aber auch unter dem der „normalen“ Version. Und was kostet nun der ganze Spaß? Nicht zuviel. Denn nur ein oder zwei bessere Trades und die Anschaffung hat sich von selbst bezahlt gemacht. Für die End-Of-Day-Version müssen 419 Euro auf den Tisch gelegt werden, für die Realtime-Version 1098 Euro und Updates gibt es ab 138 Euro. |
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