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Eingebaute Indikatoren
Dank MetaStocks umfassender Sammlung von im Programm integrierten Indikatoren und Linien-Studien, können Sie mit dem Wissen und dem Überblick der anerkanntesten Trader der Geschichte Ihr Portfolio analysieren. So ist Ihnen MetaStock eine unschätzbare Hilfe beim Entwickeln Ihrer eigenen Handelsstrategie. Sämtliche Indikatoren können Sie mit Drag and Drop einfach auf Ihrem Chart anwenden., MetaStock wird mit mehr als 120 technischen Indikatoren, Studien und Vorlagen ausgeliefert. ausgeliefert.

 
Indikator Builder
 
Wem die bestehenden Indikatoren noch nicht ausreichen, der kann mit dem Indikator Builder technische Indikatoren selbst programmieren oder bestehende Indikatoren an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Hierbei kann der Anwender auf über 200 vordefinierte Funktionen zurückgreifen. Erfreulich ist dabei, dass auf die Standards einfach in verständlicher Form aufgesetzt werden kann. Es lassen sich auch komplexere Anwendungen schreiben, wie beispielsweise die Suche nach bestimmten Candlestick - Patterns, Binary Waves oder kombinierte Indikatorenkonzepte.
 
Ausführliches Beispiel zum Indikator Builder
 
Um die Funktionsweise des Indicator-Builders aufzuzeigen, haben wir uns für den Entwurf eines bekannten Indikators entschieden, der nicht zu den vorprogrammierten Indikatoren gehört. Speziell dieser Indikator offeriert die Möglichkeit, nebenbei auch die Funktionsweise des sogenannten Formula Calls näher zu erläutern.
Die Formel für Slow Stochastik, um den es hier geht, finden Sie untenstehenden Abbildung
 

 
Zur Erläuterung: Im ersten Schritt wird vom heutigen Schlusskurs der tiefste Wert der letzten 20 Tage (auf Schlusskursbasis) abgezogen. Dieser Wert wird nun dividiert durch die Differenz zwischen dem höchsten und dem tiefsten Schlusskurs der letzten 20 Tage. Dieser Term wird mit 100 multipliziert. Die nächsten drei Schritte sind Glättungen des ersten Schrittes, womit der Indikator immer langsamer wird. Daher der Name Slow Stochastik.

In MetaStock lässt sich dies nun folgendermaßen umsetzen. Zunächst muss die Ursprungsformel (Schritt 1) programmiert werden. Hierfür stehen in MetaStock sogenannte Funktionen zur Verfügung, die man verwenden kann, um das Programmieren zu vereinfachen. In unserem Fall benötigen wir für den ersten Schritt den höchsten und den tiefsten Wert der letzten 20 Tage sowie den aktuellen Schlusskurs. Der aktuelle Schlusskurs wird durch das C (für Close) in der Formel dargestellt. Die beiden anderen Werte sind LLV und HHV. Diese beiden Abkürzungen stehen für Lowest Low Value und Highest High Value. (LLV(C,20)) ist somit der tiefste Wert auf Schlusskursbasis der letzten 20 Tage.

Nachdem wir diese Funktionen nun langsam kennen, müssen wir nichts weiter tun, als sie mit Hilfe mathematischer Operatoren in die gewünschte Form zu bringen. In Abb. 2 sehen Sie die gesamte Formel für den ersten Schritt. Die erste Zeile zeigt dabei den Zähler der Formel im ersten Schritt, die zweite Zeile den Nenner. Die dritte Zeile zeigt die Multiplikation mit 100. Wie Sie in der Kopfzeile sehen, haben wir diese Formel mit Slow 1 bezeichnet.

 

 
Das Ergebnis dieser Formel sehen Sie im Chart der Abb. 3 direkt über dem Chartfenster eingeblendet.
 

 
Im nächsten Schritt heißt es nun, aus dieser Formel einen Gleitenden Durchschnitt zu bilden. Man könnte also den ganzen Term einfach in die Funktion des Moving Average einsetzen. In Abb. 4 sehen Sie den gesamten Indikator als eine Formel abgebildet. Wie unschwer zu erkennen, wird das ganz schnell sehr unübersichtlich. Beachten Sie hierbei, dass es sich noch um eine relativ einfach umzusetzende Formel handelt.
 

 
Sie können auch wesentlich komplexere Dinge in dieser Formelsprache formulieren, weshalb wir an dieser Stelle auf eine andere Möglichkeit eingehen wollen, mit der eigene Formeln leicht und übersichtlich programmiert werden können. Wir sprechen vom sogenannten Formula Call. Sie sehen in Abb. 4 rechts den Button Functions. Mit diesem Button können Sie auf alle vordefinierten Funktionen zurückgreifen. Sobald Sie eine Formel programmiert haben, wird diese ebenfalls zu einer Funktion, mit der Sie dann weiterarbeiten können. Werfen Sie nun einen Blick auf Abb. 5. Hier erkennen Sie, dass die vorprogrammierte Formel Slow 1 markiert wurde. Mit einem Doppelklick können Sie nun diesen Formel in eine andere Formel importieren.
 

 
Um nun also den zweiten Schritt in der Formel unseres Slow Stochastik umzusetzen, müssen wir die Formel Slow 1 glätten. Die Abb. 6 zeigt die Vorgehensweise. MOV ist der Funktionsname für einen Gleitenden Durchschnitt. In diesem Fall steht der Term (FML(„Slow1“) die Data Array dar, also das, woraus der Durchschnitt gebildet werden soll. ,5,e bedeutet, dass es sich um einen exponentiellen 5-tägigen Durchschnitt handelt.
 

 
Um die Slow Stochastik Formel zu vollenden, ist nun jeweils der vorher beschriebene Schritt zweimal zu wiederholen, wobei jeweils die letzte Formel gerufen werden muss. Im letzten Schritt muss die Formel Slow 3 dann mit einem 3-tägigen Durchschnitt geglättet werden. In Abb. 3 sehen Sie in dem Chart ganz oben das Ergebnis – der Slow Stochastik.

Aufgrund diesen einfachen Beispiels lässt sich recht gut erkennen, wie der Indicator-Builder in MetaStock funktioniert. Herausragend dabei ist die sehr einfache Formelsprache, bei der keine Programmierkenntnisse erforderlich sind. Dennoch lässt sich so gut wie alles bewerkstelligen.

Wir wollen in diesem Artikel noch ein anderes Thema aufgreifen, das immer wieder an uns herangetragen wird. Es handelt sich hierbei um die Relative Stärke von Aktien im Vergleich zu einem Index. Diese Methode ist vor allem bei Fondsmanagern, die Aktienportfolios handeln, sehr beliebt.

Es handelt sich hierbei um einen Relative Stärke Vergleich der einzelnen in einem Index enthaltenen Aktien. Gekauft werden die, die eine hohe Relative Stärke aufweisen – die mit niedriger Relative Stärke werden verkauft bzw. untergewichtet.

Im folgenden stellen wir nun die Vorgehensweise dar, die notwendig ist, um einen derartigen Vergleich in MetaStock darzustellen. Zunächst ist ein Indikator zu erstellen, der nichts weiter als die Schlusskurse zeigt. Hier wird eine Formel erstellt, in der lediglich der Buchstabe C steht. Diese Formel wird nun in den DAX-Chart gezogen. Und zwar direkt in den Chart, nicht in ein separates Fenster.

Im nächsten Schritt muss die Exploration programmiert werden. Diese lautet C / P. Hier wird also der Schlusskurs durch den Indikator P des DAX (sprich dessen Schlusskurse) dividiert.

Ist die Exploration fertig, muss der Indikator markiert werden. Hierzu muss dieser mit der linken Maustaste angeklickt werden. Ist dies geschehen, wird wieder die vorher eingegebene Exploration aufgerufen. Nun müssen nur noch die Verzeichnisse mit den Aktien angegeben werden, die mit dem DAX verglichen werden sollen. Nach der Beendigung erscheint eine Liste mit den entsprechenden Werten. Über die Sortierfunktionen können die Werte nun in eine entsprechende Reihenfolge gebracht werden.

 

 
Wie gesagt, dieses Tool ist vor allem nützlich, wenn man in der Hauptsache mit Aktien beschäftigt ist. Allerdings gilt dies nicht nur für die Manager großer Portfolios, sondern auch für den Privatanleger, der sein eigenes Geld verwaltet. Somit ist es sicherlich kein Fehler, wenn man hin und wieder auf die Methoden der Profis schaut.
 

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